Museum in der Landschaft - Wildenfelser Zwischengebirge

Wanderweg

Der Lehr- und Wanderpfad „Museum in der Landschaft – Wildenfelser Zwischengebirge“ lädt dazu ein, die besondere Natur-, Geologie- und Industriegeschichte der Region zu entdecken. Auf einer rund 5 Kilometer langen Route führt der Weg durch das Gebiet des ehemaligen Kalk- und Marmorabbaus im Wildenfelser Zwischengebirge.

Ausgangspunkt ist Schloss Wildenfels. Von hier führt die Route unter anderem zum Schönauer Kalkofen, zu den ehemaligen Steinbrüchen auf der Grünauer Höhe und zum Kalk-Ringbrennofen, bevor der Weg wieder nach Wildenfels zurückführt.

Entlang des Lehrpfades informieren neun Tafeln über die Besonderheiten des Wildenfelser Zwischengebirges. Sie vermitteln Wissenswertes über die Entstehung und Geologie der Landschaft, ihre Tier- und Pflanzenwelt sowie über die frühere Gewinnung und Verarbeitung von Kalkstein und Marmor.

Zu den Stationen gehören Schloss Wildenfels, der Kalkofen Schönau, der Dörrerbruch, der Marmorbruch, der Kalk-Ringbrennofen, der Schleiebruch sowie der Rote Bruch am Schießberg. An einigen Standorten befinden sich jeweils zwei Informationstafeln, sodass sich insgesamt neun Tafeln entlang des Weges befinden.

Der Lehrpfad verbindet historische, technische und natürliche Zeugnisse der Region miteinander und macht anschaulich erlebbar, wie eng die Entwicklung der Landschaft mit dem einstigen Kalk- und Marmorabbau verbunden ist.

Erschlossen wurde der Weg durch den Museumsverbund Ecomuseum Zwickauer Land im Auftrag des Deutschen Landwirtschaftsmuseums Schloss Blankenhain. 

Erlebnispfad „Wildenfelser Zwischengebirge“

Wanderweg

Der Erlebnispfad „Wildenfelser Zwischengebirge“ führt auf einem rund 8,4 Kilometer langen Rundweg durch die abwechslungsreiche Landschaft rund um Grünau und das Wildenfelser Zwischengebirge.

Start- und Zielpunkt ist der historische Kalkringbrandofen in Grünau. Entlang der Strecke informieren insgesamt zehn Informationstafeln über die Geschichte des Kalkabbaus, die Entwicklung des Ortes Grünau sowie über die besondere Flora und Fauna des Landschaftsschutzgebietes „Wildenfelser Zwischengebirge“. Neun der Tafeln befinden sich direkt am Wanderweg. Die zehnte Informationstafel ist über einen kurzen Abstecher in Grünau in Richtung Vereinshaus erreichbar.

Die Route führt über Orts- und Naturwege, vorbei an ehemaligen Steinbrüchen und durch die reizvolle Landschaft bis in die Nähe der Zwickauer Mulde. Unterwegs eröffnen sich immer wieder schöne Ausblicke auf die Umgebung.

Der Rundweg ist mit einem grün-braunen Wegesymbol ausgeschildert. Am Startpunkt am Kalkringbrandofen stehen eine begrenzte Anzahl an Parkplätzen sowie ein Unterstand mit Sitzmöglichkeiten zur Verfügung.

Der Erlebnispfad wurde vom Förderverein Wildenfelser Zwischengebirge e. V. ins Leben gerufen und ist – ausgenommen bei sehr viel Schnee – ganzjährig begehbar.

Tourdaten:
Strecke: ca. 8,4 km
Dauer: ca. 2 Stunden 15 Minuten
Schwierigkeit: mittel
Höchster Punkt: 396 m

Plattenverwerfung am Schauerbruch

Alter Steinbruch in schwarz-weiß

Station 1:

Schloss Wildenfels

Station 2 + 3:

Kalkofen Schönau. Die Tafeln erklären die physikalischen und chemischen Vorgänge bei der Kalkproduktion und dem Abbau des Gesteins.

Station 4:

Vom Kalkofen verläuft der Weg bergan zum Dörrerbruch. An der höchsten Stelle hat man einen weiten Blick aufs Erzgebirge, das Muldental und nach Norden über die Autobahn hinaus. Die Tafel beschreibt die 5 Biotoptypen in und an den Brüchen.

Station 5 + 6:

Am Marmorbruch wird die Gewinnung und Verwendung von schwarzem Marmor und die Entstehung der Karsthöhlen beschrieben.

Station 7:

Am Kalk-Ringofen wird die Technologie der Kalkgewinnung im kontinuierlichen Prozess erklärt.

Station 8:

Auf der Tafel am Schleiebruch wird die Einordnung der Entstehung des Zwischengebirges in die geologischen Erdzeitalter dargestellt.

Station 9:

Am Roten Bruch (Schießberg) beschreibt die Tafel die Anwendung und den Transport des Marmors.

Mühlenwanderweg Zschocken - Wildenfels - Schönau

Mühlgut – Weigelmühle – Bamlermühle – Herrenmühle – Neue Mühle – Brennermühle-
Königsmühle – Teichmühle – Ernstmühle – Kunzmühle – Niedere Mühle

  • Mühlgut – Bereits seit fast 500 Jahren ist das Mühlgut bekannt. Hier wurde früher Getreide gemahlen.
  • Weigelmühle – Die Weigelmühle war Getreidemühle und Bäckerei, aber auch Loh-, Schneide- und Ölmühle.
  • Bamlermühle – Die Sägemühle trieb einst Wasser, später Dampfkraft an. Heute sägt die Bamlermühle elektrisch.
  • Herrenmühle – Einst Getreide- und Ölmühle, präsentiert sich die restaurierte Herrenmühle heute als Schmuckstück.
  • Neue Mühle – Aufgrund eines Brandes ist von der einstigen neuen Mühle heute nur noch die Scheune erhalten.
  • Brennermühle – Einst entstanden in der Brennermühle handgeschöpfte Papiere mit eigenen Wasserzeichen.
  • Königsmühle – Der Graf von Wildenfels verlegte im 19. Jh. die Hengststation des sächsischen Landgestütes in die Königsmühle.
  • Teichmühle – Die erhaltene Mahletechnik kann man in der Teichmühle nach Absprache besichtigen.
  • Ernstmühle – Die Ernstmühle war dem Verfall preisgegeben. Aus Sicherheitsgründen musste das Hauptgebäude abgerissen werden. Es sind nur noch Nebengebäude vorhanden.
  • Kunzmühle – In der 12. Generation ist die Kunzmühle im Besitz der Müllerdynastie Kunz.
  • Niedere Mühle – Die Niedere Mühle steht unter Denkmalschutz und beherbergt noch originale Relikte aus Mühle und Bäckerei.